Technik und Medien

Technik und Medien

Technik und Medien

 

Im Zeitraum vom 26.08.2021 bis zum 18.11.2021 haben wir uns im Philosophie Unterricht der 8. Klasse mit dem Thema „Technik und Medien“ auseinandergesetzt. Ich möchte euch mit diesem Artikel einen kleinen Einblick in die Unterrichtsinhalte geben.

Zuerst haben wir uns mit der Frage: ,,Was ist Technik?“ beschäftigt.

Technik

Das Wort Technik kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „Kunst“, „Handwerk“ oder „Kunstfertigkeit“. Menschen haben in der Entwicklung angefangen, sich die Natur mithilfe der Technik nutzbar zu machen. (,,sich die Natur dienstbar zu machen“). Der Mensch ist ein Mängelwesen, somit ist er verletzlich. Durch sein entwickeltes Wissen nutzt er die Natur und überwindet dadurch seine biologischen Schwächen, zum Beispiel nutzt er Holz von Bäumen, um Boote zu bauen.

Vor dem 18. Jahrhundert hat der Mensch sein Wissen genutzt, um Dinge aus eigener Kraft herzustellen. Die ersten Erfindungen waren z.B. das Rad, Schießpulver oder das Teleskop. Die Erfindungen machten es den Menschen leichter und halfen dabei das Wissen voran zu bringen. Das war die Zeit der Werkzeuge. Im 18. Jahrhundert kam dann die Maschinenkraft hinzu. Der Prozess wurde beschleunigt und es war weniger Handarbeit nötig. Die Automatisierung entstand im Laufe des 20. Jahrhunderts. Die Prozesse wurden automatisiert und die Steuerung durch Menschen wurde immer überflüssiger. Spätere Erfindungen wie das Telefon, der Computer oder sogar der Personal Computer kamen in Umlauf. Die Menschen machten sich so das Leben von Erfindung zu Erfindung leichter.

Eine der heute meist genutzten Erfindungen ist das Smartphone. Es ist heutzutage eines der wichtigsten Dinge in dem Leben vieler Menschen. Allerdings bringt das Smartphone auch viele Risiken mit sich, so erklärt Prof. Manfred Spitzer in einem Interview. Viele Kleinkinder wachsen schon mit digitalen Geräten auf. Der frühe Kontakt mit digitalen Geräten wirkt sich oft negativ auf die Entwicklung der Kinder aus. Es fängt schon im Kindergarten an. Wenn die Kinder beispielsweise auf einem Tablet puzzeln, kann dies der motorischen Entwicklung bereits schaden. Die Kinder lernen keinen richtigen Umgang mit Anderen und sobald sie älter werden, kann es zu Problemen kommen.

Wenn ein Kind kein Handy hat, wird es oft ausgeschlossen, dies kann zu Gruppenzwang führen. Dadurch folgt der Verlust von sozialen Kontakten („social distancing“). Auf der anderen Seite ist es leider nicht besser, die Medien Nutzung liegt bei Jugendlichen im Durchschnitt teilweise schon bei 7,5h pro Tag. Jeder 10. Jugendliche hat Suchtpotential und jeder 4. ist gestresst. Ein Ulmer Hirnforscher sieht diese hohe Smartphone Nutzung als sehr gefährlich und vor allem schädlich an. Die Gesundheitsrisiken sind unter anderem Schlafstörungen, Depressionen oder Ängste. Durch das richtige Lernen des Umgangs sowie die mäßige Nutzung – solange echte soziale Kontakt bestehen – ist in gewissen Grenzen aber in Ordnung.

Die Geschichte der Medien

Die einzelnen Medien wie der Buchdruck, die Zeitung, das Kino, das Radio, das Fernsehen oder das Internet werden zur Kommunikation genutzt.

Der Buchdruck und die Zeitung sollten früher zur Verbreitung von Informationen dienen. Allerdings wurden beide zeitweise unterdrückt, bei dem Buchdruck durch Gewalt, Verbote oder Gesetze. Die höhere Gesellschaft wollte die Verbreitung dieser Medien einschränken, damit die „einfachen Bürger“ ihre Machtposition nicht hinterfragen. Die Zeitung wurde kontrolliert (Zensur), aber beide konnten sich bis heute durchsetzen, trotz aller Verbote, Einschränkungen oder der Kritik.

Das Kino wurde früher in audiovisueller Form zur Unterhaltung genutzt. Hierbei wollte die machthabende Elite genauso wenig, dass sie sich unterhalten lassen, sie wollten „Spaß statt Arbeit“ verhindern.

Das Radio und das Fernsehen wurden genutzt zur Unterhaltung und für die Informationen, die an jeden gehen sollten. Das Fernsehen wurde genau wie das Kino wegen befürchteter Gesundheitsrisiken kritisiert. Das Radio wurde ebenfalls wie die Zeitung zensiert. Die Kritik, die zum Radio geäußert wurde, war, dass es zu einer Konzentrationsschwäche führen könnte.

Die Verbreitung von „Fake News“ wurde durch das Radio vielseitig genutzt. Somit wurde das Radio zu Zeiten der NS-Dikatatur unter anderem zu Propaganda Zwecken genutzt. Das bedeutet, alles, was der Staat bzw. die Regierung macht, wird als richtig und notwendig dargestellt, und alles, was der sogenannte „Feind“ macht, ist schlecht. Genauso wurde das Radio aber auch zu Gegen-Propaganda-Zwecken genutzt. Die Briten haben zum Beispiel einen scheinbar echten Sender installiert, von dem die Deutschen glaubten, er sei ein deutscher Sender. Über diesen Sender wurden dann Nachrichten verbreitet, welche das deutsche Volk skeptisch gegenüber der eigenen Regierung machten.

Das Internet ist die neueste Kommunikationsmöglichkeit, der Austausch ist in Echtzeit möglich. Durch das Internet kamen unter anderem die sozialen Netzwerke (Instagram, WhatsApp, Facebook, …). Doch das Internet bringt auch viele Schattenseiten mit sich. Cybermobbing ist eine davon. Prof. Manfred Spitzer behauptet, es kann für den Betroffenen zu Ängsten, Depressionen und vielem mehr kommen.

Fake News sind auch ein großes Problem der heutigen Medienlandschaft. So können schnell und einfach falsche Informationen verbreitet werden. Umgekehrt kann jemand der „Fake News“ bezichtigt werden, obwohl er vielleicht die Wahrheit gesagt hat. Dann wird „Fake News“ als Kampfbegriff verwendet, um jemanden mundtot zu machen. Das kann den Ruf einer Person zerstören.

Viele Menschen geraten innerhalb ihrer Wissensaneignung in eine Filterblase. Verschiedene Websites oder Soziale Netzwerke sammeln die Daten einer Person und durch diese Daten werden bestimmte Algorithmen erstellt. Durch diese Algorithmen kriegt man evtl. nur einen Teil der der Wahrheit mit.

Verzicht auf Technik und Medien

Es gibt auch Menschen, die fast komplett auf den Medienkonsum verzichten wollen, die Amish People.

Sie sind eine christliche Gesellschaft in den USA. Sie sprechen „transylvania dutch“, es ist ein Dialekt. Wie der Name schon verrät, kommen deren Vorfahren aus Deutschland. Das Interessante an dem Volk ist allerdings, sie leben ausschließlich ohne internetfähige Geräte wie Handys, Laptops oder ähnliches. Sie leben von ihrer eigenen Landwirtschaft und traditionell ist das Autofahren untersagt. Die Fortbewegungsmöglichkeiten, auf die sie zurückgreifen können, sind z.B. die Kutsche. Die jungen Leute in der Gemeinschaft wollen mehr Freiheiten. Das wird allerdings zum Problem der älteren Amish. Die Traditionen lösen sich Stück für Stück auf.

Das war unser erstes Themengebiet „Technik und Medien“ in diesem Halbjahr. Ich hoffe diese Zusammenfassung war informativ und hat euch beim Lesen Spaß gemacht.

Jana 8b

Jana Jagana

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